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Bericht aus Ecuador

Erfahrungsbericht:
Dr. Dietmar und Ellen Jolie - als Zahnarzt und Apothekerin in Guadalupe
05.01.2008 - 18.01.2008

EcuadorEs ist recht einfach, für einen guten Zweck eine Geldspende zu geben. Schon lange haben wir über Möglichkeiten nachgedacht, einmal unsere eigene direkte Arbeit einzubringen. Durch Recherchen im Internet und in der Fachpresse sind wir auf unzählige weltweite Angebote gestoßen. Als Praxis- und Apothekeninhaber will natürlich ein solcher Einsatz langfristig geplant sein.

So machten wir uns schließlich am 03.01.2008 auf den Weg, um dann am 05.01.2008 mit dem Bus in Guadalupe einzutreffen, also eine sehr lange Anreise. Dank der vielen hilfreichen Informationen auf der Internetseite der Klinik kamen wir gut ausgerüstet in der Klinik an.

Der Praxisbetrieb ging nach dem Jahreswechsel am 07.01.08 erst wieder richtig los. Ein Kollege aus Großbritannien führte die Hausarztsprechstunde durch. Gegen 7.30 Uhr sammelten sich vor der Klinik die Patienten an. Es galt zunächst herauszufinden, wie viele Behandlungen am Vormittag möglich waren. Die Patienten sind sehr geduldig und warten auch gern mehrere Stunden oder kommen nachmittags wieder. Während meiner Zeit waren die Hauptbehandlungen in der Reihenfolge der Häufigkeit: Füllungen mit Amalgam und Komposit, Extraktionen, Zahnsteinentfernungen und Endodontie an Frontzähnen.

Die Mitarbeit der Patienten, besonders auch der Kinder war vorbildlich. Es gab nie Probleme. Auch mit den einheimischen Mitarbeiterinnen Lida, Mariana und Rita gab es eine sehr gute Zusammenarbeit. Günstig ist es, wenn man spanisch spricht, zumal man dann auch mit den Patienten besser kommunizieren kann. Aber auch mit wenigen Worten und mit "Spenglisch" habe ich mich mit meiner Helferin Lida gut ergänzt.

Die zahnärztlichen Arbeitsplätze sind mit Material und Technik gut ausgestattet, waren jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Doch mit kleinen Kompromissen oder Improvisationen sind wir immer gut ans Behandlungsziel gekommen.

Die Apotheke des Hauses versteht sich als großes Warenlager auf kleinstem Raum. Meine Frau hat versucht, den Anfang für eine bessere Logistik zu machen. Das Problem ist, dass viele Medikamente gar nicht gebraucht werden, da es die "passenden Erkrankungen" nicht gibt. Das Warenlager besteht aus zu vielen verschiedenen Arzneimitteln. Die Menschen hier haben einen recht guten Gesundheitszustand. Die Haupterkrankungen sind Diabetes, gastroenteritische Probleme und allgemeine Schmerzen, z.B. in den Gelenken. Karies kommt in "Masse" vor, während Zahnfleischerkrankungen eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Die zwei Wochen in Guadalupe sind schnell vergangen. Trotz der sehr hohen Luftfeuchtigkeit haben wir uns wohl gefühlt.

Unterkunft und Verpflegung waren gut, und auch die Freizeit ließ Raum für Erkundungen in der näheren Umgebung.

Ohne bürokratische Hindernisse konnten wir als Zahnarzt und Apotheker für die Armen der Ärmsten arbeiten.

Die Dankbarkeit der Patienten kam sichtbar und fühlbar bei uns an. Das tat gut. Wir sind uns sicher, im Laufe unserer beruflichen Zukunft wieder einmal eine solche Spende zu geben.

Das Missionsgelände...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Das Missionsgelände
Die Missionsklinik...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Die Missionsklinik
Wartende Patienten am frühen Morgen...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Wartende Patienten am frühen Morgen
In der Sprechstunde...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
In der Sprechstunde
Schwester Lida mit Mariana...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Schwester Lida mit Mariana
In der Apotheke...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
In der Apotheke
Fröhliche Schulkinder...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Fröhliche Schulkinder
Paulo...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
Paulo
Rio Yacuambi...zum Vergrößern des Bildes bitte klicken
"Rio Yacuambi"